Literarische Gesellschaft Bochum

Literarische
Gesellschaft
Bochum
  • Veranstaltungen

    Helmut Böttiger: Celan am Meer. Eine Gedenkveranstaltung mit Gedichtvorträgen / VERSCHOBEN AUF 2021

    Von der Bretagne erzählt dieses Buch und von der Liebe – der Liebe zwischen einem mittellosen deutschsprachigen Ostjuden und einer Tochter aus dem französischen Hochadel. Und es erzählt auch von der Liebe zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, von höchstem Glück und existenzieller Gefährdung. Helmut Böttiger begibt sich auf eine literarische Reise in die wilde Landschaft der Bretagne – auf den Spuren einer großen Dichterliebe und des Echos dieser geheimnisvollen Gegend in den Gedichten Paul Celans. Sein 2006 erstmals erschienenes Buch wurde für die Neuerscheinung beim Wallstein Verlag überarbeitet und aktualisiert. Dabei handelt es sich um einen gewichtigen Beitrag zum Verständnis der Biographie Celans und zugleich eine Anleitung, wie man Gedichte und Landschaften liest. Wir gedenken damit des 50. Todestages Paul Celans – und auch seines 100. Geburtsjahres.
    Ausgewählte Gedichte Celans werden vorgetragen von Philine Bührer.

    18. November 2020
    19.30 Uhr


    Ihr guten Götter! Arm, wer euch nicht kennt…
    Liederabend zum 250. Geburtstag Friedrich Hölderlins / VERSCHOBEN AUF 2021

    Hölderlin gehört zu den meist bewunderten, aber auch meist ungelesenen Dichtern um 1800. Sein Werk hat eine Fülle von Rätseln aufgegeben, auch Liedkomponisten haben hier reichhaltige Anregungen bezogen. Die Veranstaltung soll einen Querschnitt aus dem großen Spektrum der Vertonungen für Gesang und Klavier aus den letzten 100 Jahren bieten: György Ligeti, Benjamin Britten, Kurt Eisler, Wolfgang Rihm, Viktor Ullmann, Wolfgang Fortner und Stefan Heucke sind die Komponisten, Ausführende gehören der Liedklasse der Hochschule für Musik Detmold (Leitung: Prof. Manuel Lange) an.

    6. November 2020
    19.00 Uhr


    Christoph Nußbaumeder: Die Unverhofften / VERSCHOBEN AUF 2021

    In seinem gerade erschienenen ersten Roman erzählt der preisgekrönte Dramatiker eine packende und berührende Familiensaga über vier Generationen – ein Sozial- und Aufsteigerepos, das die Verteilungskämpfe und Widerstandsbewegungen eines ganzen Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart verhandelt.

    12. Oktober 2020, 19.30 Uhr
    Theater Total
    Am Eickhoffpark 7
    44789 Bochum
    (Anmeldung unter buch@mirhoff-fischer.de)

  • Mediathek

    Monika Buschey zum Geburtstag von Arno Schmidt

    Charles Dickens: Weihnachtsabend.
    Erste Geschichte, gelesen von Konstantin Bühler

    Bücherschau 2020

    Andrea Finke: Hölderlins Filmriss

    Monika Buschey: Beethoven/Schindler

    Alma E. Lück: Woher dieser Wind / Kein Märchen / Vorsehung oder Das Logo dieser Bank stimmt einfach nicht mehr

    Julia Hoch: Sonnenstand und Schattenlänge

    Anja Liedtke: Sommerleben im Lebenssommer

    Heide Rieck: Die Maske

    Friedrich Grotjahn: Im Bild

    Hella-Birgit Mascus liest Peter Sloterdijk:
    Was geschah im 20. Jahrhundert – Die Permanente Renaissance – Berlin 2016.

    Stephan Ullrich liest Heinrich von Kleist: Das Erdbeben in Chili

    Hannes Oberlindober: Verlustvortrag

  • Über

    Die Literarische Gesellschaft, 1905 gegründet, gehört zu den ältesten kulturellen Einrichtungen der Stadt. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, durch AutorInnenlesungen zu Diskussionen über Literatur und ihre Themen anzuregen, die Orientierung über Neuerscheinungen zu erleichtern, Gespräche zu ermöglichen und literarische Vorträge aller Art sowie Rezitationen durch Schauspieler zu präsentieren.
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  • Kontakt

    Germanistisches Institut der Ruhr-Universität Bochum

    Prof. Dr. Ralph Köhnen
    Prof. Dr. Gerhard Rupp

    Universitätsstrasse 150
    D-44780 Bochum
    info@literarische-gesellschaft-bochum.de

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    Prof. Dr. Ralph Köhnen

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Ungelesene Meisterwerke der Weltliteratur

Heinrich von Kleist: Das Erdbeben in Chili 1806
Carl Hanser Verlag 1982
Hrsg. von Helmut Sembdner

Der Hauslehrer Jeronimo verliebt sich in seine Schülerin Josephe. Sie erwidert seine Liebe. Die Warnungen des Vaters beachten die beiden nicht, Jeronimo wird daraufhin entlassen und die Tochter in ein Kloster gesteckt. Obwohl Jeronimo ohne Beschäftigung und Einkommen ist, bricht er den Kontakt zu Josephe nicht ab und es kommt im Klostergarten zur körperlichen Vereinigung. Das hierbei gezeugte Kind wird am Fronleichnamsfest geboren. Josephe wird ins Gefängnis eingeliefert und auf Befehl des Erzbischofs der Prozess gemacht. Der Vizekönig wandelt die Verurteilung zum Feuertod in ein Todesurteil durch Enthaupten um. Auch Jeronimo wird ins Gefängnis gesteckt; in der „völligen Hoffnungslosigkeit seiner Lage“ beschließt er verzweifelt, am Hinrichtungstag der Geliebten sein Leben durch Erhängen zu beenden. Er wird jedoch durch ein Erdbeben überrascht.

Sprecher: Stephan Ullrich
Toningenieur: Peter Brandt/ Remote Recording Network
Idee: Prof. Dr. Ralph Köhnen RUB /Literarische Gesellschaft Bochum
Aufnahme Juni 2020
Text und Fotos sind gemeinfrei
© Stephan Ullrich 2020
© Foto Julia Lormis