Literarische Gesellschaft Bochum

Literarische
Gesellschaft
Bochum
  • Veranstaltungen

    Ulrich Land: Dating Tucholsky

    Südschweden, Ende 1935. Kurt Tucholsky stirbt im Exil. An einer Überdosis Schlafmittel. Aber kann man das glauben? Der messerscharfe Satiriker und hartnäckige Nazi-Gegner soll einen derart banalen Tod gestorben sein? Im Obduktionsbericht ist von der unerklärlichen Einstichstelle einer Spritze die Rede … Wird Zeit, dass dem mal einer nachgeht!
    Eintritt: 9,50 € (ermäßigt 6,50 €) inkl. kleiner Köstlichkeiten am Buffet, Tickets unter www.planetarium-bochum.de

    Präsentiert unterm Sternenhimmel des Bochumer Planetariums mit Gitarre von Michael Burger.

    8. März 2022
    20.00 Uhr
    Planetarium Bochum
    Castroper Str. 67
    44791 Bochum

    Anja Liedtke: Ein Ich zu viel

    Ellinor hat das Gefühl, ihr Leben schon gelebt zu haben. Sie ist gescheitert, weil sie sich angepasst und nicht behauptet hat. Im zweiten Leben will sie alles richtig machen. Aber wie geht das? Sie lässt sich zum Abitur Geld schenken und reist nach New York. Doch das Sehnsuchtsziel ihrer Generation bietet keine Orientierung und keine Heimat, bis Ellinor Dan Guttman begegnet. Der Roman geht der Frage nach, was es braucht, um sein Selbst und sein Menschsein zu entwickeln. Zugleich beleuchtet das Buch die Auswirkungen des Nationalsozialismus auf die nachfolgenden Generationen.
    Die Veranstaltung wird auch abrufbar sein unter www.youtube.com/channel/UC7lOnIic7d4BmTx6KTyQtBg

    Reservierungen: ralph.koehnen@ruhr-uni-bochum.de

    10. Februar 2022
    19.30 Uhr
    Buchhandlung Mirhoff & Fischer
    Pieperstraße 12
    44789 Bochum

    Wolfram Eilenberger: Das Ruhrgebiet. Versuch einer Liebeserklärung

    Ein Jahr lang ist der bekannte Philosoph und Journalist (SZ, 3sat) vor Ort gewesen, um einer Frage nachzugehen: Existiert das Ruhrgebiet überhaupt? Es ist nirgends amtlich registriert, seine Grenzen stehen nicht fest – es ist Mythos und doch Heimat. Wolfram Eilenberger versucht, diesem Paradox nachzugehen – und kommt am Ende zu einer Laudatio aus der Innen- und Außenperspektive.

    Reservierungen: ralph.koehnen@ruhr-uni-bochum.de
    17. Januar 2022
    19.30 Uhr
    Schauspielhaus Bochum/Kammerspiele

    Unser Bürgerprojekt/Stadtwerke: „Aus der W:andergesellschaft. Bochum erzählt.“

    Kurzbeschreibung:
    Wir starten ein Buchprojekt, das die Menschen in Bochum miteinander ins Gespräch bringt über das, was sie geprägt hat, was sie erlebt haben und erleben, aber auch über ihre Wünsche und Vorstellungen.

    Beschreibung:
    Die Menschen, die in der Stadt Bochum wohnen, haben alle ihre Geschichte. Das gilt für die, die schon immer in ihr wohnen, wie auch für die, die zugewandert sind. Jeder hat seine Geschichte, die er erzählen kann. Solche, die er selbst erlebt hat, an denen er beteiligt war und bei denen er seine Erfahrungen gesammelt hat, aber auch solche, von denen er gehört und an denen er Anteil genommen hat, weil sie ihn interessiert haben. Manchmal sind es sicherlich auch Fantasiegeschichten und Träume. Alle diese Geschichten sind wichtig, unabhängig davon, wo sie spielen, weil sie zu den Menschen gehören, die in Bochum leben, weil sie Teil ihres Lebens sind und sie mit ihnen leben. Sie haben sie geprägt, sie begleiten sie in ihrem Alltag, sie sind vielleicht sogar eine Richtschnur in ihrem Leben. Die interessantesten von ihnen zu dokumentieren und zu publizieren, macht sich das Buchprojekt zur Aufgabe. Es soll eine Zusammenschau entstehen, die einen Einblick gibt in das, was die Menschen in Bochum umtreibt.
    Die Zielgruppe dieses Projekts sind alle Menschen vom 16. Lebensjahr an, die in Bochum, Wattenscheid einschließlich, gewohnt haben, wohnen oder arbeiten, egal, ob sie zugewandert sind oder nicht. Professionelle AutorInnen wollen wir genauso ansprechen wie Menschen, die für dieses Projekt zum ersten Mal einen Stift in die Hand nehmen.
    Kooperationspartner sollen die Vereine und Institutionen aus Bochum sein, die bereit sind, sich in das Projekt einzubringen – z. B. Migranten-Organisationen, die Kultur- und Jugendvereine der Stadt bis hin zu religiösen Institutionen und Seniorenclubs. Sie sollen über das Buchprojekt informieren und nach der Premiere selbst Veranstaltungen organisieren, um seine Inhalte bis in die Politik hinein ins Gespräch zu bringen. Mit dabei ist das Literaturbüro Gladbeck mit A. Deistler an der Spitze. Ein Projekt, das in einer 700jährigen Stadt, die das Buch im Wappen trägt, vielleicht Signalwirkung hat!
    Herausgeber: Dr. A. Nickel, Prof. Dr. R. Köhnen.

    › Zur Abstimmung

  • Mediathek

    Bücherschau Dezember 2021

    Bücherschau Juli 2021

    Bücherschau April 2021

    Bücherschau Februar 2021

    Kleine Freiheiten – große Freiheit

    Amina Mehovic: Die Wolke der Freiheit

    Andreas Bürgel: Das Gefühl von Freiheit

    Christopher Wulff: Die Freiheit nimmt sie sich

    Julia Hoch: Im Turm

    Sandra Becker: Wo bist du?

    Monika Buschey zum Geburtstag von Arno Schmidt

    Charles Dickens: Weihnachtsabend.
    Erste Geschichte, gelesen von Konstantin Bühler

    Bücherschau Dezember 2020

    Andrea Finke: Hölderlins Filmriss

    Monika Buschey: Beethoven/Schindler

    Alma E. Lück: Woher dieser Wind / Kein Märchen / Vorsehung oder Das Logo dieser Bank stimmt einfach nicht mehr

    Julia Hoch: Sonnenstand und Schattenlänge

    Anja Liedtke: Sommerleben im Lebenssommer

    Heide Rieck: Die Maske

    Friedrich Grotjahn: Im Bild

    Hella-Birgit Mascus liest Peter Sloterdijk:
    Was geschah im 20. Jahrhundert – Die Permanente Renaissance – Berlin 2016.

    Stephan Ullrich liest Heinrich von Kleist: Das Erdbeben in Chili

    Hannes Oberlindober: Verlustvortrag

  • Über
    Die Literarische Gesellschaft, 1905 gegründet, gehört zu den ältesten kulturellen Einrichtungen der Stadt. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, durch AutorInnenlesungen zu Diskussionen über Literatur und ihre Themen anzuregen, die Orientierung über Neuerscheinungen zu erleichtern, Gespräche zu ermöglichen und literarische Vorträge aller Art sowie Rezitationen durch Schauspieler zu präsentieren.
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  • Kontakt
    Germanistisches Institut der Ruhr-Universität BochumProf. Dr. Ralph Köhnen
    Prof. Dr. Gerhard Rupp

    Universitätsstrasse 150
    D-44780 Bochum
    info@literarische-gesellschaft-bochum.de

    Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
    Prof. Dr. Ralph Köhnen

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Ungelesene Meisterwerke der WeltliteraturHeinrich von Kleist: Das Erdbeben in Chili 1806
Carl Hanser Verlag 1982
Hrsg. von Helmut Sembdner

Der Hauslehrer Jeronimo verliebt sich in seine Schülerin Josephe. Sie erwidert seine Liebe. Die Warnungen des Vaters beachten die beiden nicht, Jeronimo wird daraufhin entlassen und die Tochter in ein Kloster gesteckt. Obwohl Jeronimo ohne Beschäftigung und Einkommen ist, bricht er den Kontakt zu Josephe nicht ab und es kommt im Klostergarten zur körperlichen Vereinigung. Das hierbei gezeugte Kind wird am Fronleichnamsfest geboren. Josephe wird ins Gefängnis eingeliefert und auf Befehl des Erzbischofs der Prozess gemacht. Der Vizekönig wandelt die Verurteilung zum Feuertod in ein Todesurteil durch Enthaupten um. Auch Jeronimo wird ins Gefängnis gesteckt; in der „völligen Hoffnungslosigkeit seiner Lage“ beschließt er verzweifelt, am Hinrichtungstag der Geliebten sein Leben durch Erhängen zu beenden. Er wird jedoch durch ein Erdbeben überrascht.

Sprecher: Stephan Ullrich
Toningenieur: Peter Brandt/ Remote Recording Network
Idee: Prof. Dr. Ralph Köhnen RUB /Literarische Gesellschaft Bochum
Aufnahme Juni 2020
Text und Fotos sind gemeinfrei
© Stephan Ullrich 2020
© Foto Julia Lormis